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Leistungsspektrum




Therapieindikationen


Zum Spektrum der von uns angebotenen Strahlentherapie zählt die Behandlung von bösartigen Tumorerleiden sowie die Therapie zahlreicher gutartiger Erkrankungen, die durch Strahlentherapie geheilt oder günstig beeinflusst werden können.

Zu den häufigsten Tumorerkrankungen, die wir strahlentherapeutisch behandeln, gehören beispielsweise Tumoren des Gehirns und des Nervensystems, Kopf-Halstumoren (z. B. Kehlkopf- und Mundhöhlenkrebs), Tumoren der Lunge und der Atmungsorgane, Tumoren der Speiseröhre und des Magen-Darmsystems einschließlich Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) und Analkarzinom. Ebenso werden häufig Tumoren des weiblichen Beckens (z. B. Gebärmutter-/ Gebärmutterhalskrebs), der Harnblase sowie viele Hauttumoren, Tumoren im Extremitätenbereich (Knochen- und Weichteilsarkome), Lymphknotenkrebs (Lymphome) und Metastasen behandelt.
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit besteht in der Strahlentherapie des Prostatakarzinoms.

An gutartigen Erkrankungen werden z. B. schmerzhafte Verschleißerkrankungen zahlreicher Gelenke (Arthrose) behandelt. Weitere mögliche Indikationen sind Fersensporn, Kontraktur der Hohlhandsehen (Morbus Dupuytren), Endokrine Orbitopathie, schmerzhafte Brustdrüsenvergrößerung (Gynäkomastie), Narbenkeloide, Flügelfell des Auges (Pterygium). Weiterhin können Bestrahlungen zur Vorbeugung von Weichteilverkalkungen (z. B. bei Hüftgelenks-Operationen) erfolgen.



Geräteausstattung


Die Praxis für Strahlentherapie verfügt über 2 moderne und leistungsfähige Linearbeschleuniger der Hersteller Varian / GE Healthcare, die jeweils Photonenstrahlen der Energien von 4, 6 und 15 MV erzeugen können. Weiterhin sind Bestrahlungen mit Elektronen verschiedener Energien möglich. Diese Geräte sind mit fein abgestuften Multi-Leaf-Kollimatoren (MLC) ausgestattet, wodurch gewährleistet wird, dass nicht zu bestrahlende Körperregionen individuell und exakt ausgeblendet werden können. Weiterhin besitzen beide Geräte digitale hochauflösende Bilddetektoren für die Durchführung von Feldkontrollaufnahmen (Portal-Imaging), die während der Bestrahlung die genaue Patientenpositionierung kontrollieren und damit die Präzision der Behandlung sichern. Durch zusätzliche Spezialausrüstung können wir mit unseren Linearbeschleunigern auch hoch moderne strahlentherapeutische Spezialverfahren anbieten:



Intensitäts Modulierte Radio Therapie (IMRT)


Mit den feinen Multi-Leaf-Kollimatoren (MLC) und einem speziell dafür ausgelegten Bestrahlungsplanungssystem kann durch die Intensitäts Modulierte Radio Therapie (IMRT) eine besonders präzise und schonende Therapie erfolgen. Dieses sehr aufwändige Verfahren wird bei uns in dynamischer „Sliding-Window“-Technik durchgeführt, wodurch noch feinere Dosisabstufungen möglich sind. Die IMRT kann u. a. bei der kurativen Behandlung des Prostatakarzinoms und bei der Bestrahlung von Tumoren im Kopfbereich ihre Vorteile ausspielen.



Stereotaktische Strahlentherapie (Stereotaxie)


Durch zusätzliche Komponenten ist eine Behandlung mit der sog. stereotaktischen Strahlentherapie (Stereotaxie) möglich. Damit lassen sich mit höchster Präzision Bestrahlungen in besonders kritischen Körperregionen durchführen (z. B. Hirntumoren), ähnlich wie mit einem sog. Gamma-Knife- oder Cyber-Knife-Gerät. Diese komplexe Planung wird mit dem BrainSCAN System der Firma BrainLAB durchgeführt. Stereotaktische Strahlentherapie ist prinzipiell auch in anderen Körperregionen möglich (sog. „extrakranielle Stereotaxie“) und kann bei uns u. a. im Bereich von Brustkorb, Wirbelsäule, Bauch oder Becken eingesetzt werden.



4-Dimensionale atemgetriggerte Strahlentherapie


Bei der „4-D Strahlentherapie“ handelt es sich um eines der neuesten Bestrahlungsverfahren um die Schonung von gesunden Organen weiter zu verbessern. Die 4D-Bestrahlung kann bei manchen Formen von Brustkrebs oder Lungenkrebs zur optimierten Herz- und Lungenschonung sinnvoll sein. Auch bei einer Bestrahlung im Oberbauch kann sie ggf. zur besseren Schonung der gesunden Nachbarorgane beitragen. In der modernsten Form dieser Therapie werden sogar die Computertomographie-Bilder zur Bestrahlungsplanung atemgetriggert erzeugt (4D-CT). Unsere Praxis für Strahlentherapie ist eine der wenigen Institutionen in Deutschland, die diese zukunftsorientierte Therapie beispielsweise zur Herzschonung bei Brustkrebserkrankungen in der Behandlungsroutine anbietet und wurde dafür bereits mit einem wissenschaftlichen Preis ausgezeichnet.

Neben unseren Linearbeschleunigern stehen noch weitere moderne Geräte zur Verfügung:




Röntgentherapie


Bei oberflächlich gelegenen Tumoren (z. B. bösartigen Hauttumoren, gutartigen Narbenkeloiden etc.) ist oft eine Strahlentherapie mit Röntgenstrahlen das am besten geeignete Behandlungsverfahren. Unter sog. Orthovoltbedingungen können mit einem modernen Röntgentherapiegerät der Firma Gulmay Medical Behandlungen mit Röntgenstrahlen im Bereich von 20 KV bis 220 KV erfolgen.


Brachytherapie (Afterloading)


Mit einem GammaMed System der Firma Varian / Dr. Sauerwein GmbH besteht in unserer Praxis für Strahlentherapie auch die Möglichkeit zur Kurzdistanzbestrahlung (Brachytherapie) im sog. Nachladeverfahren (Afterloading), was insbesondere bei gynäkologischen Unterleibstumoren erforderlich werden kann. Auch diese Form der Bestrahlung wird überwiegend ambulant durchgeführt.


Therapiesimulator


Zur Übertragung der am Computersystem konzipierten Bestrahlungspläne auf den Patienten arbeitet das Praxisteam mit einem digitalen Therapiesimulator der neuesten Generation. Der Simulator „Acuity“ der Firma Varian weist einen mit einem Linearbeschleuniger vergleichbaren Aufbau auf. Damit wird anhand von anatomischen Details und Körperstrukturen die korrekte Lage der Bestrahlungsfelder überprüft.



3D-Bestrahlungsplanung


Die Bildgebung für die Dreidimensionale Bestrahlungsplanung erfolgt in enger Kooperation mit der Radiologischen Klinik des Klinikums Dortmund Mitte. Dadurch stehen uns mit einem 64-zeiligen Computertomographiegerät und einer 3,0 Tesla MRT-Anlage der Firma GE Healthcare die jeweils modernsten Geräte ihrer Art zur Verfügung.
Nahezu alle am Linearbeschleuniger durchgeführten Behandlungen erfolgen mittels 3D-Bestrahlungsplanung, hierbei kommen die Planungssysteme TMS Helax und BrainSCAN zum Einsatz.
Das Team des Instituts für Medizinische Strahlenphysik und Strahlenschutz unterstützt mit seinen Medizinphysikexperten die Praxisärzte bei der Bestrahlungsplanung, sowie der kontinuierlichen Überwachung und Qualitätssicherung des Behandlungsablaufs.